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Panamericana 2009 / 2010 mit dem Wohnmobil
 

Vorbereitungen

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Der Countdown läuft. In den letzten Wochen und Monaten hat sich viel getan und die Spannung nimmt mit jedem Tag zu.
Ende April 2009 hatten wir am Rande des Seabridge-Frühjahrstreffen in Klüsserath an der Mosel ein erstes Briefing mit allen Teilnehmer und der Reiseleitung für unsere geplante Panamericana-Tour. Es gibt schon ein gewisses Gefühl der Sicherheit, wenn man die Menschen, mit denen man ein halbes Jahr zusammensein wird, im Vorfeld kennenlernen kann. Mein Eindruck ist: Wir werden eine tolle Truppe. Uwe Hamm und Janette Emerich, unsere Reiseleitung, haben uns einen ganzen Tag mit Informationen bombardiert, die in der Folgezeit abzuarbeiten waren.
Die in meinen Augen wichteigsten Punkte waren:

- Ausstattung und Vorbereitung des Fahrzeugs

Da unser Wohnmobil noch nicht sehr alt ist, habe ich mir eigentlich keine großen Gedanken über die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Fahrzeugs gemacht. Trotzdem waren einige wichtige Details zu prüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Selbstverständlich ist natürlich, dass sowohl das Fahrgestell als auch der Motor in einem Topszustand sind. Wir fahren immerhin eine Strecke von ca. 35.000 km, teilweise auf Straßen, die nicht unbedingt unseren mitteleuropäischen Votstellungen entsprechen. Mehrere tausend Kilometer sind auf Schotterpisten zurückzulegen. Hier spielt die Bereifung naturlich eine zentrale Rolle. Wir haben uns vier funkelnagelneue Reifen zugelegt und außerdem zwei voll montierte Reifen als Reserve an Bord. Es müssten also innerhalb kurzer Zeit drei Reifenpannen auftreten, bevor wir am Straßenrand liegen bleiben. Das halte ich jedoch für äußerst unwahrscheinlich. Damit ein eventueller Druckabfall in den Reifen mir rechtzeitig signaliesiert wird, habe ich mir das Überwachungssystem TireMoni Checkair TM 210 zugelegt. Es ist sehr einfach zu montieren und mit einem Preis von ca. 150 € auch noch bezahlbar.
Das vor einer solchen Reise eine Inspektion sinnvoll ist, brauche ich natürlich nicht hervorzuheben. Ich habe mich von meinem Werkstattmeister, der selbst erfahrener Wohnmobilist ist, beraten lassen und einige kleinere Ersatzteile, wie Keilriemen, Bremsbacken, etc. an Bord genommen. Die Ersatzteilliste ist natürlich stark abhängig vom Fahrzeugtyp.
Da wir auf unserer Reise viele Länder und Klimazonen durchqueren werden und auch in den selteneren Fällen immer einen gut ausgestatteten Campingplatz finden werden, habe ich unserer Wohnmobil mit Solarzellen ausgestattet. Sie liefern mir maximal 150 Watt. Das sollte reichen, damit uns im Regelfall immer genügend elektrische Leistung zur Verfügung steht.
Für die heißen Gegenden habe ich eine Wohnraumklimaanlage installiert, die natürlich nur mit externer Stromversorgung (Netz oder Generator) betrieben werden kann. Um wirklich unabhängig zu seine, habe ich mir daher den Stromerzeuger EU 20i von Handa> zugelegt. Das hat den weiteren Vorteil, dass wir auch alle anderen Stromfresser an Bord (Föhn, Toaster, Staubauger, etc.) unabhängig vom Standort nutzen können.

- Impfungen und Gesundsheitsvorkehrungen

Nicht nur das Fahrzeug, sondern auch wir müssen naturlich für diese Reise topfit und gesund sein. Unser Körper muss sich an allerlei neue Anforderungen anpassen und auf Gefahren reagieren müssen. Wir haben uns mit unserem Hausarzt beraten, der uns einem Impf- und Vorsorgeplan ausgearbeitet hat. Die wichtigste zusätzliche Information, die wir ihm zukommen ließen, war eine Liste der Länder, die wir während unserer Reise besuchen werden. Im einzelnen sind dies: Argentinien, Chile, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belize, Mexico und die USA. Uns wurden daraufhin folgende Impfungen vorgeschlagen, die wir auch ausnahmslos durchgeführt, bzw. aufgefrischt haben:
Kinderlähmung (Polio)
Diphtherie
Tetanus
Typhus
Tollwut
Hepatitis B
Gelbfieber
Als Standby-Medikament im Falle einer Malariainfektion werden wir Malarone vorsorglich am Bord haben.
In unserer Bordapotheke werden wir auch ein Mittel gegen typische Urlaubsgeiseln, wie Magen- und Darmprobleme, mitführen.

- Verschiffung des Wohnmobils

Die Verschiffung unseres Wohnmobils nach Buenos Aires war einfacher als ich dachte. Ungefähr alle 10 Tage fährt ein RoRo-Schiff der Grimaldi-Reederei von Hamburg nach Buenos Aires. Die Reederei wird in Deutschland von der Spedition Transcamion-Logistik vertreten. Die Kontaktaufnahme via EMail war problemlos und ich bekam zügig eine Transportofferte. Die weitere Abwicklung lief reibungslos und professionell.Die Transportkosten halte ich für die lange Reise für durchaus angemessen. Die Berechnung erfolgt aufgrund der Fahrzeuglänge. Für mein Wohnmobil (7,20 m Länge) musste ich mit allen hiesigen Gebühren 2070 € an die Spedition zahlen. Nach Zahlung des Rechnungsbetrages wurde mir von der Spedition ein Termin im Hambuger Hafen genannt, bis zu dem ich spätestens das Wohnmobil angeliefert haben musste. Das größte Problem war noch das Auffinden der Anlieferungsadresse (Hamburg, Dessauerstrasse, Schuppen 48). Selbst Arbeiter, die auf diesem Gelände beschäfftigt waren, konnten mit der genannten Adresse nichts anfangen. Erst eine freundliche Dame in einer Frittenbude konnte mir weiterhelfen. Daher hier ein Bild des Abfertigungsgebäudes:
Ein kleiner Schock war allerdings, als uns die Hafengebühren in Buenos Aires mitgeteilt wurden. Die lokale Argentur kassiert 160 US$, der Hafen 730 UD$ und fur irgendeinen Vermittler zahlt mann noch einmal 210 US$. Das sind die höchsten Parkgebühren, die ich je im Leben gezahlt habe.

- Haftpflicht- und Krankenversicherung

Natürlich kann man sich wie immer im Leben auch für eine solche Reise gegen Alles und Jedes versichern. Wir haben uns entschlossen, nur die notwendigsten Versicherungen abzuschließen. Das sind vor allen Dingen eine gute Auslandskrankenversicherung und die notwendigen Kfz-Haftpflichtversichrungen. Für Mitglieder einer Ersatzkasse macht die AXA ein rechtordentliches Angebot. Für privatversicherte ist die die etwas komplzierter. Bei einigen privaten Anbietern ist der Auslandskrankenschutz prinzipiell enthalten, bei anderen (z.B. HUK) sind zwei Monate kostenlos, darüberhinaus zahlt man ein Aufschlag von sage und schreibe 30% auf die monatlichen Beiträge. Das finde ich ganz schön happig.
Für die meisten Staaten Südamerikas kann man eine gemeinsame Haftpflichtversicherung abschliessen. In Deutschland bietet die Versicherungsargentur

American International Underwriters
H.-K. Nowak Versicherungen
Rieslingstrasse 40
65207 Wiesbaden
Telefon: 06122 / 15646
Fax: 06122 / 8993
e-mail: nowag#t-online.de

solche Verträge an. Ich habe jedoch noch eine interessante Alternative in Internet gefunden und mich für diesen preiswerteren Weg entschieden. Hier der Link: KFZ-Versicherung in Südamerika. Klaus Schubert ist selbst ein Weltenbummler und ein Stöbern auf seiner Webseite lohnt sich.

- Die letzten Wochen vor der Abreise

Die wichtigsten Vorbereitungen sind getroffen und die Aufregung wächst. Das Wohnmobil schwimmt inzwischen irgendwo auf dem atlantischen Ozean und wir hoffen, dass es sein Ziel planmaäßig am 31. Oktober 2009 erreichen wird. Die Vorbereitungen im Haus sind auch schon weitgehend abgeschlossen. Zeitungen und Zeitschriften sind abbestellt, die Post ist weitergeleitet, der Garten winterfest gemacht und das Haus in gute Hände übergeben. Wir werden am 28. Oktober 2009 in Buenos Aires eintreffen und uns zunächst in Ruhe die Stadt ansehen.
Wir hoffen, dass auch alle Mitreisenden, inssgesamt 17 Fahrzeuge plus Reiseleitung) wohlbehalten in Argentinien eintreffen werden und freuen uns auf unser Abenteuer.























 

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