ich habe es also endlich geschafft. Am Anfang war es ja recht
angenehm dort wo ich herkomme, aber inzwischen wurde es mir doch ein wenig eng.
Immer dann, wenn ich es mir mal wieder etwas bequemer machen wollte, hörte ich
meine Mutter Alexandra irgendetwas für mich unverständliches knurren. Überhaupt,
wenn ich meinem Vater Torsten und meiner Mutter in den vergangenen Tagen und
Wochen zugehört habe, wurde mir ganz schwindlig von dem, was die sich so alles
an Gedanken gemacht haben. Es wurde also höchste Zeit endlich nach dem Rechten
zu schauen und meinen beiden Alten den richtigen Weg zu weisen und eine
vernünftige Aufgabe zu stellen.
Nun also da bin ich.
Ich habe mir am Freitag, den 12. September 2008 gegen 16.36 Uhr den
Weg frei geräumt und mit einem kräftigen Schrei erst einmal für die mir
gebührende Aufmerksamkeit gesorgt. Sie haben mich dann vermessen und
festgestellt, dass ich 54 cm lang bin, einen Kopfumfang von 38 cm habe und 3850 g wiege. Dass ich ein Mädchen bin,
hat meine Alten ja nicht überrascht, alles Andere wäre schon eine Überraschung
gewesen.
Ach so, beinahe hätte ich es vergessen, die beiden haben für
mich den Namen
Daniela
Wilhelmine
ausgesucht. Ich denke, damit lässt sich leben.
Meiner Mutter und sogar meinem Vater geht es nach den ersten
Schrecksekunden inzwischen wieder halbwegs gut. Ich soll Euch alle von ihnen
herzlich grüßen. In den nächsten Tage und Wochen werde ich erst einmal den
elterlichen Haushalt neu strukturieren und meinen Bedürfnissen anpassen. Eine
ungestörte Nacht und das morgendliche lange Schlafen sind für die nächste Zeit
gestrichen.
Noch eins: Ich bin allen dankbar, die meinen Eltern gute
Ratschläge geben, wie sie mit mir umzugehen haben. Besonders für den Rat aller
Groß- und Urgroßmütter bin ich sehr dankbar; denn Erfahrung ist ja nicht zu
bezahlen. Es soll da auch noch einen Großvater geben, auf den ich natürlich
besonders gespannt bin. Aber keine Angst, ich bekomme die alle noch in den
Griff.
Ich werde Euch an dieser Stelle über meine
Erfolge bei der Erziehung meiner Eltern und Großeltern berichten. Ich hoffe,
dass ich nur positives zu erzählen habe.
So jetzt muss ich mich erst einmal ein wenig entspannen und
dann hoffe ich, dass eine ausreichende Mahlzeit bereit ist.